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Monat: Dezember 2016

Cisco und Hyundai starten gemeinsames Connected-Drive-Projekt

Foto: pixabay.com
Foto: pixabay.com

Da das autonome Fahren ohne High-Speed Datenübertragung und intelligente Systeme zur Datenverarbeitung nicht funktioniert, haben sich Cisco und Hyundai zu einem gemeinsamen Projekt entschlossen. Inhalt des Projekts ist die Entwicklung und Implementierung eines „Supercomputers“ in einem Fahrzeug. Mithilfe dieser Schaltzentrale soll ein weiterer Meilenstein in Bezug auf das autonome Fahren geschaffen werden. Worum es sich dabei im Detail handelt, lesen Sie in diesem Artikel.

 

Hintergründe

Die Hyundai Motor Company will zusammen mit dem renommierten Netzwerk-Equipment-Unternehmen Cisco, das bekannt ist für seine Cisco Switches und weitere Netzwerk-Hardware, die nächste Stufe vom Connected-Driving zu entwickeln, die auf großen Datenmengen und –Geschwindigkeiten beruht.

Cisco und Hyundai sagen, dass sie auch die Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Systemen im Auto effizienter gestalten wollen. Ein Fahrassistenzsystem, dass beispielsweise dazu in der Lage ist, automatisch zu Bremsen und die Spur zu halten, muss dem Fahrer gleichzeitig alle aktuellen Informationen auf einem Bildschirm anzeigen. Die Auswertung der gesamten Sensorik erfolgt dabei ebenfalls simultan. Man kann sich denken, welche gewaltigen Datenströme hier verarbeitet werden müssen. Für autonomes Fahren haben diese Systeme effizient und in Echtzeit miteinander und den Treibern zu kommunizieren.

Ein weiterer Teil des Projekts wird die Gestaltung einer Testumgebung für Fahrzeugsimulation sein. Zusätzlich wird im Bereich der Grundlagenforschung kooperiert. Ein großes Stichwort hierbei ist die Ferndiagnose von Fahrzeugen, bei der jede Funktion eines Fahrzeuges per Fernzugriff überwacht werden kann, um eine schnelle Fehleranalyse aus der Ferne zu gewährleisten.

2. Schritt: „Smart Traffic“

Hyundai kündigte neben der Arbeit an den Fahrzeugen selbst und deren Vernetzung auch ein sogenanntes „Smart-Traffic“-Feature zu entwickeln. Dies hat den Hintergrund, dass im Zuge des autonomen Fahrens alle Verkehrsteilnehmer untereinander vernetzt sind und Daten über Standort, Geschwindigkeit und Reiseziel freigeben. Auf diese Weise lassen sich intelligente Routenoptionen erstellen, die Staus vermeiden und für mehr Sicherheit und Effizienz im Straßenverkehr sorgen sollen.

Innerhalb der letzten Jahre haben Automobilhersteller bereits viel Entwicklungsarbeit investiert, um ihre Fahrzeuge mit dem Smartphone und auch mit Pannenzentralen zu verbinden. Auf dieser bestehenden Technik soll nun aufgebaut werden, allerdings sollen signifikante Verbesserungen angestrebt werden. Immer mehr Daten sollen verarbeitet werden, um insgesamt eine bessere Verkehrssituation zu schaffen. Der Gedanke ist, alle sich im Verkehr befindlichen Fahrzeuge optimal zu berücksichtigen, um schneller, sicherer und bequemer ans Ziel zu kommen.

Mithilfe dieses Projekts von Cisco und Hyundai könnte somit ein weiterer wichtiger Schritt in die Fortbewegung von morgen gemacht werden.