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Kaufberatung: AVM Fritz!Powerline 1000E

Foto: pixabay.com
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Das neue Modell aus der Fritz!Powerline-Serie „1000E“ verspricht aus jeder Steckdose einen Netzwerkanschluss zu machen, sodass Geräte einfach und schnell über die Stromleitung ins Heimnetz eingebunden werden können. Der Name „1000E“ steht dabei für die theoretisch mögliche Übertragungsrate von 1000 MBit/s. Zwar spricht AVM selbst (wie auch die meisten seiner Konkurrenten) von bis zu 1200 MBit/s, jedoch wird dies durch den Gigabit-LAN-Anschluss ohnehin auf 1000 MBit/s begrenzt. Ob das Gerät im Test überzeugen kann, lesen Sie in diesem Artikel.

 

Hard Facts und Werbeversprechen

Neben den, laut AVM, möglichen 1200 MBit/s soll der 1000E vor allem durch eine besonders hohe Reichweite, einem niedrigen Stromverbrauch sowie einer unkomplizierten Benutzung glänzen. Die Verwendung zusammen mit Vorgängermodellen soll dank Abwärtskompatibilität problemlos möglich sein. So kann ein Netzwerk erweitert werden, ohne dass alle vorhandenen Geräte ersetzt werden müssen.

Zudem kommt der aktuelle Homeplug-AV2-Adapter zum Einsatz, welcher dem 1000E das MIMO-Verfahren zur Verfügung stellt. Das bedeutet, dass die Adapter über zwei Paare der drei Adern des Stromnetzes gleichzeitig übertragen können. In der Theorie sorgt dies für eine gute Übertragungsleistung sowie Funkreichweite.

Multicast für den IP-TV-Betrieb soll ebenfalls kein Problem sein. Ob diese Versprechen auch tatsächlich eingehalten werden, lesen Sie im nächsten Abschnitt.

Der Alltagstest – sechs, setzen?

Sicher nicht, denn der 1000E hält größtenteils, was er verspricht. So werden vor allem bei kurzen Distanzen sehr ordentliche Übertragungsgeschwindigkeiten erreicht. Innerhalb eines Raumes werden im Mittel problemlos 300 MBit/s erreicht. Ein Wert, der sich durchaus sehen lassen kann. Gegenüber dem Vorgängermodell (Fritz!Powerline 520E) konnte die Geschwindigkeit sogar verdoppelt werden.

Auch über größere Distanzen hinweg liefert der 1000E gute Leistungen ab, jedoch treten schnell Geschwindigkeitsverluste auf, sobald andere Verbraucher auf der Stromleitung aktiv sind. Ein weiterer Wehrmutstropfen ist die fehlende Steckdose – wenn das Gerät zum Einsatz kommt, verliert man somit eine komplette Steckdose. Das Versprechen vom niedrigen Stromverbrauch hält AVM wiederum ein. Sehr vorbildlich sind die knappen 3 Watt im Betrieb und 0 Watt wenn keine Übertragung stattfindet. Es handelt sich um ein sehr energieeffizientes und zeitgemäßes Gerät. Zu seinem zeitgemäßen Auftreten trägt auch die aufgeräumte und durchdachte Benutzeroberfläche bei. Alle Funktionen sind gut verständlich und einfach zu konfigurieren. Falls die eingebaute Status-LED des 1000E unangenehm auffällt, lässt sich diese ebenfalls über das Tool abschalten.

Unterm Strich ist der 1000E ein gelungenes Produkt und hält, was er verspricht. Besonders, wenn hohe Datenraten über kurze Distanzen (z.B. IP-TV) benötigt werden, ist das neue Gerät aus dem Hause AVM empfehlenswert. Der geringe Stromverbrauch und die durchdachte Oberfläche runden das Paket ab.

Veröffentlicht inKaufberatung